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Stell dir vor, deine Figur plant, in drei Wochen beim Marathon mitzumachen. Aber warum? Was sie eigentlich will: dass ihre Mutter endlich stolz auf sie ist. Wie sie nach und nach merkt, was sie wirklich braucht, davon erzählt dein Roman.

Natascha Birovljev von der Romanschule erklärt, wie du Romanfiguren entwickelst, die Leser:innen mitnehmen. Warum deine Hauptfigur ruhig unsympathisch sein darf, solange sie nachvollziehbar handelt. Und wie Tropes dir helfen, die richtigen Leser:innen zu finden. Dazu gibt es Tricks für mehrere Perspektivfiguren, für den Wiedereinstieg nach einer Schreibpause und für den Moment, in dem du dein Buch loslassen musst.

 

 

Inhalt

Interview, Teil 1:
Was deine Figur will und was sie braucht

Das Gespräch ist aus einer Live-Runde, eine offene Veranstaltung für unseren Buchbubble Newsletter. Meld dich an, wenn du beim nächsten Mal deine Fragen zu einem konkreten Thema stellen möchtest.

Der Text ist für die Lesbarkeit gekürzt und sprachlich geglättet.

Plot-driven oder character-driven?

Natascha: Plot-driven Bücher sind heutzutage selbst in der Dark Fantasy schwer zu finden. Moderne Bücher sind fast immer character-driven. Das heißt: Es geht um die Entwicklung der Hauptfigur oder der Hauptfiguren.

Eure Figur hat also ein Need, eine innere Sehnsucht, einen Drang, sich etwas zu erfüllen, von dem sie glaubt, dass es sie glücklich macht. Am Anfang ist das sehr oft nicht das, was wirklich tief in ihrer Seele brennt. Es ist etwas, das sie von außen gelernt hat: Nur Geld macht glücklich. Ich kann nur geliebt werden, wenn ich dünn bin. Ich bekomme die Anerkennung meiner Eltern nur, wenn ich …

Diesem Ziel wird die Geschichte gewidmet. Die Figur wird ja meistens nicht auf Seite 1 geboren, wir zeigen nur einen Ausschnitt. Im Laufe der Geschichte stößt sie mit Personen und Aufgaben zusammen, die sie nach und nach in eine Entwicklungsspirale bringen. Und die ihr zeigen: Ist das, wonach ich mich sehne, wirklich das, was mich erfüllt? Oder das, was endlich eine große Angst besiegen kann?

In der Romanschule plotten wir nach einer moderneren Version der Heldenreise. Meistens gibt es in der Mitte des Romans diesen kleinen Moment der Wahrheit, in dem die Figur etwas erkennt. Im Liebesroman: Oh, ich habe mich wirklich verliebt, aber vielleicht in den Falschen. Im Fantasyroman oft: Ich kann das nicht allein schaffen. Ich muss zulassen, anderen zu vertrauen. Nur dann kann ich das Zauberbuch stehlen, den Zauberer besiegen oder endlich den Drachen reiten.

Danach geht es in der Spirale erst mal nach unten. Alles geht schief, und die Figur wird so herausgefordert, dass sie in sich selbst die Kraft findet, sich aus dem Loch zu ziehen, das sie sich meistens selbst gegraben hat. Deshalb ist character-driven Schreiben sehr psychologisch. Wieso ist sie nicht mutig? Wieso ist sie schüchtern? Wieso glaubt sie nicht, geliebt zu werden? Hinter diesen Warum-Fragen sind wir in der Romanschule immer her. Solange du nicht alle beantworten kannst, kennst du deine Figur noch nicht gut genug.

Glaubenssatz, Want oder Need?

Hanna: Du hast gerade das Need genannt und auch einen Want, also: Was braucht die Figur, und was möchte sie? Dieser Satz „Ich kann nur geliebt werden, wenn ich schlank bin“: Muss man den vorher formuliert haben? Und ist das Need oder Want?

Natascha: Weder noch. Das ist ein Glaubenssatz, der aber in Want und Need hineinspielt. Denn was macht die Figur? Sie denkt sich zum Beispiel: Nur wenn ich diesen Marathon in drei Monaten erfolgreich laufe, macht das meine Mutter endlich stolz, oder ich fühle mich endlich erfolgreich. Das ist ein ganz präzises Want, ein ganz präzises Ziel, mit dem die Leser:innen mitfiebern können. Sie haben ein genaues Gefühl: Jetzt bin ich gespannt, ob wir es schaffen.

Sich verlieben ist auch relativ konkret. „Die Liebe finden“ dagegen ist ein sehr weiches Ziel. Die Leser:innen wünschen der Figur viel Glück, wissen aber nicht: Wann muss sie das erreichen? Gibt es Zeitdruck? Was passiert, wenn sie es nicht schafft? Gibt es eine Fallhöhe? All das sollte mit diesem äußeren Ziel verbunden sein, das in vielen Fällen klar ausgesprochen wird.

Was muss vor dem Schreiben feststehen?

Hanna: Welche Fragen sollte man vor dem Schreiben beantwortet haben, und welche entstehen beim Schreiben?

Natascha: Ich denke, es funktioniert in beide Richtungen. Vielleicht hast du eine Figur mit einer großen Sehnsucht im Kopf, du kennst ihr Need also schon. Dann fragst du dich: Warum erfüllt sich die Figur diese Sehnsucht nicht? Das ist meist tief vergraben, in Ängsten und Glaubenssätzen. Und dann überlegst du: Was glaubt die Figur erreichen zu müssen, um endlich vom Hexenzirkel akzeptiert zu werden? So denkst du vom Need zum Want.

Das muss nicht in Stein gemeißelt sein. Gerade bei Mischplotter:innen darf es sich beim Schreiben entwickeln. Mir ist das selbst passiert: Ich hatte einer Figur eine bestimmte Angst gegeben, fing mit dem ersten Entwurf an und merkte: Moment. Davor hat er gar keine Angst. Das ist ein Denkprozess, der mir wahnsinnig Spaß macht.

Macht euch also nicht verrückt, wenn ihr es nicht in einen Satz bekommt. Manchmal reicht ein Gefühl dafür, was deine Figur denkt, um sie beim Schreiben noch besser zu entdecken.

Hat ein Drachenkönig Drachenbedürfnisse?

Hanna: Hier sind ja ganz unterschiedliche Genres vertreten. Funktioniert das genreübergreifend? Oder hat ein Drachenkönig eher Drachenbedürfnisse?

Natascha: Ich finde schon, dass auch die großen Fantasyheld:innen, die Shapeshifter, die halb Wolf oder halb Vampir sind, sehr nachvollziehbare menschliche Bedürfnisse und Ängste haben. Schau dir die Drachen in „Fourth Wing“ an: Die haben vielleicht versteckte, aber doch menschliche Züge. Sie haben Angst um ihre Reiter:innen, sie stoßen sie in eine bestimmte Richtung, und das ist für uns nachvollziehbar.

Want und Need funktionieren genreübergreifend. Unterschiede gibt es eher bei der Frage, wohin du die Figur schreibst. Ist es eine Tragödie, die am Ende nicht gut ausgeht? Schreibst du eine Reihe? Wird das Want schon im ersten Band erfüllt, oder zieht es sich über drei Bände? Da liegen eher die Unterschiede, auch bei Thriller und Krimi.

Wann wird aus einer Idee ein Buch?

Hanna: Woran erkenne ich, dass ich eine Idee in ein Buch verwandeln kann? Und wenn es eine Idee für eine Tragödie ist: Lohnt sich das heutzutage überhaupt noch?

Natascha: Wenn dich eine Idee anfliegt, ist sie erst mal ziemlich laut, ziemlich schillernd und total grandios.

Hanna: Ich liebe neue Ideen.

Natascha: Ich würde mich da noch nicht sofort hinsetzen und ein Buch draus schreiben. Trag die Idee eine Weile mit dir herum. Ein Ideenfunke reicht meiner Meinung nach nicht, um über Wochen und Monate an einem Roman zu sitzen. Spüre die Leidenschaft fürs Thema und für die Figuren, die du nach und nach kennenlernst. Wenn dich das nicht mehr loslässt, ist es eine Idee, die ein Roman werden könnte.

Wenn du wissen willst, ob dein Buch auf dem Buchmarkt eine Chance hat, ist es unabdingbar, dir den Markt und die Genres anzuschauen. Trends ändern sich allerdings schnell. Schau lieber, welches Thema und welches Genre in dir brennt.

Und Tragödien, also Bücher mit negativem Ende, in denen zum Beispiel die Hauptfigur stirbt, können gut funktionieren, wenn sie richtig gut gemacht sind. Denk an „Ein ganzes halbes Jahr“. Irgendwie ist das eine Tragödie, weil sie ihn nicht von seiner Entscheidung abbringt. Aber ich konnte nachvollziehen, warum er sie am Ende getroffen hat und warum sie weitergehen konnte. Eine sehr markttaugliche Geschichte. Und hier kommt wieder der Charakter ins Spiel: Die Figur kann auch ein ziemlich mieser, unsympathischer Charakter sein. Solange die Leser:innen verstehen, warum sie so handelt, und sie konsequent nach ihrem Charakter handelt.

Interview, Teil 2: Sympathie, Zielgruppe und Tropes

Muss die Hauptfigur sympathisch sein?

Hanna: Du hast gerade sympathische und unsympathische Hauptfiguren angesprochen. Eine Zeit lang hieß es überall: Die Hauptfigur muss sympathisch sein. Ist das überholt? Und was muss eine Hauptfigur stattdessen sein?

Natascha: Dass es keine Romane ohne Likeable Characters geben sollte, ist auf jeden Fall überholt. Für mich muss die Figur nachvollziehbar handeln. Auf Seite 1 kenne ich sie noch nicht, und vielleicht macht sie in den ersten beiden Kapiteln etwas, bei dem ich denke: grenzwertig.

Mir hat eine Leserin geschrieben, es tue ihr leid, aber sie konnte das Buch nicht weiterlesen, weil die Figur im ersten Kapitel einen One-Night-Stand hat. So was mag sie nicht. Das Buch ist eben nicht für jede:n. Wichtig ist, dass die Leser:innen nach und nach verstehen, warum die Figur ihre Regeln hat. Übrigens: Tiere zu töten, verzeihen Leser:innen weniger als bei Menschen.

Ihr müsst nicht die ganze Backstory im ersten oder zweiten Kapitel ausbreiten. Aber gebt kleine Hinweise, warum ein Charakter gegen den Mainstream schwimmt und tut, was er tut. Bei Dark Romance, die ich noch gar nicht so viel gelesen habe, gilt das vermutlich genauso: Auch Grey Characters, also moralisch graue Figuren, tun nicht unbedingt das, was der Mainstream als gut ansieht. Aber sie haben ihre Gründe, die wir nach und nach kennenlernen.

Die Parallele zum Buchmarketing

Hanna: Ich ziehe hier kurz die Parallele zum Buchmarketing, weil die Zielgruppe so wichtig ist. Jemand, der zum Beispiel One-Night-Stands generell ablehnt, weil sie nicht in sein Wertesystem passen, wird dieses Buch nicht lesen. Ganz plakativ: Das vorne in der Kirche zu verteilen und zu sagen „Lest mal rein“, wäre keine gute Idee.

Es geht darum zu wissen, wo sich die Zielgruppe befindet, und diese Person beim Schreiben im Hinterkopf zu haben. Denn davon hängt auch der Ton des restlichen Buchs ab. Wenn das Spannendste schon der One-Night-Stand am Anfang ist und danach alles abfällt, hast du eine andere Erwartung geweckt. Dann verlierst du diese Person, ob beim Schreiben, im Lektorat oder später im Marketing.

Natascha: Ja. Es kann natürlich immer passieren, dass Leute dein Buch lesen, die nicht die Zielgruppe sind. Aber ich finde, man sollte relativ früh beim Schreiben oder Planen wissen, welcher Mensch das Buch lieben wird.

Ich habe mich zum Beispiel lange gegen die Bezeichnung Cowboy Romance gewehrt, weil Cowboy Romance in den Köpfen der Leser:innen viel mit Spice zu tun hat. Inzwischen bin ich ein wenig auf die Welle aufgesprungen, trotzdem ohne Spice. Was meine Leser:innen spannend finden, wonach sie sich sehnen: diese Naturverbundenheit, diese Freiheit, diese Wildnis, das einfache Leben in Dörfern im kanadischen Westen. Weg vom Hustle and Bustle der großen Stadt. Eine Liebe, die langsam wächst, also Slow Burn. Und Mythen und Legenden der First Nations, die hineinspielen. Das wusste ich von Anfang an, und danach habe ich meine Bücher sehr bewusst geplottet.

Tropes: Wie schreibt man sie neu?

Hanna: Tropes sind ja auch im Marketing so eine Sache, weil man damit wirbt, was im Buch zu erwarten ist. Kann man die noch auf neue Art schreiben? Oder erfindet man jedes Mal das Western-Pony neu?

Natascha: Da musst du das Pony fragen. Aber: Tropes sind das, was die Leser:innen anzieht, wonach sie suchen. Lustigerweise verraten viele Tropes schon, was im Buch vorkommt. Bei Forced Proximity gibt es eben nur ein Bett.

Nimm das Romeo-und-Julia-Konzept. Das kannst du in ganz verschiedenen Variationen schreiben: Einer wird von der Familie nicht akzeptiert. Einer ist nicht gut genug. Er ist Bettler, und sie wird die Krone erben. Das hängt vom Setting ab.

Die meisten Tropes sind tatsächlich Liebes-Tropes, also wie sich die Liebe gestaltet und wie sie ausgeht. Gerade bei Slow Burn, wo der Kuss vielleicht erst im letzten Kapitel kommt, finde ich es wichtig, das im Klappentext anzudeuten. Sonst verlierst du die Leser:innen, die eine leidenschaftlich heiße Liebe auf den Seiten wollen und keine geschlossene Tür. Auch hier gilt: Kennt eure Leser:innen und zieht die richtige Zielgruppe an. Und: Tropes sind Erzählmuster, Hinweise darauf, was in einem Buch steckt. Klischees sind sie deshalb noch lange nicht.

Kurz erklärt: Was sind Tropes?

Hanna: Weil gerade viele Begriffe gefallen sind: Tropes sind Muster und Motive, die sich in Erzählungen wiederholen.

  • Enemies to Lovers: Zwei Feind:innen fangen irgendwann an, sich zu lieben.
  • Forced Proximity: Die Figuren sind gezwungen, auf engem Raum zu sein, zum Beispiel im Aufzug, und kommen sich dabei näher.
  • Only One Bed: Es gibt nur ein Bett. Was sollen sie machen?
  • Grumpy and Sunshine: Eine:r ist grummelig, die andere Person immer fröhlich.
  • Found Family: Die Familie, die man sich wählt, statt der buckligen Verwandtschaft.
  • Fish out of Water: Jemand kommt in eine Welt, die er überhaupt nicht kennt.

Natürlich gibt es auch bewusste Brüche damit. Und das läuft längst nicht mehr nur auf TikTok. Auch in Buchläden wird danach gefragt. Ich glaube, Hugendubel macht das immer wieder: Da schreiben Mitarbeiter:innen, was sie gelesen haben, und sprechen genau diese Sprache. Die Begriffe sind griffig. Das ist wie beim Wort Katze: Jede:r hat eine Katze im Kopf, nur sieht sie bei allen anders aus.

Auch Cowboy Romance ist inzwischen fast ein Trope, der Erwartungen weckt. Wenn du nicht dazusagst „ohne Spice“, rechnen Leser:innen damit. Das Wort Spice selbst ist entstanden, weil man auf Social-Media-Plattformen nicht offiziell von Erotik sprechen wollte oder durfte, ohne dass Beiträge weniger ausgespielt wurden. Tropes an sich sind aber definitiv älter als BookTok.

Natascha: Ja. Groß geworden ist das auf BookTok, aber die Verlage sind auf die Welle aufgesprungen. Schau dir Reihen bei Knaur an: Die haben ihre Bücher schon nach Tropes untergliedert. Da kannst du gut nachschauen, was was ist.

Hanna: Bei einem Entwicklungsroman spricht aber niemand von „Forced Proximity ohne Spice“, weil zwei Leute im Aufzug stecken geblieben sind. Das ist eine ganz andere Zielgruppe, oft auch eine andere Altersgruppe. Wie spricht die Zielgruppe über Bücher? Was erwartet sie? Das ist hier ganz wichtig. Ähnlich wie Coming-of-Age oder Coming-out-Geschichte: Begriffe, über die schon vor Jahrzehnten gesprochen wurde und die sich durchgesetzt haben, weil sie beschreiben, worum es geht, ohne zu viel zu verraten.

Natascha: Auch im Entwicklungsroman gibt es Tropes, sie sind nur weniger bekannt. Im Coming-of-Age etwa die naive Hauptfigur oder das Aufwachsen in einem strengen Elternhaus oder Heim. Tropes sind genreübergreifend. Grumpy and Sunshine findest du zwar in sehr vielen Liebesromanen, aber es klappt in jedem Genre.

Hanna: Auch Found Family. Gerade im Entwicklungsroman geht es oft darum: Das, was bisher war, ist nicht das Richtige für mich. Gesellschaftlich anerkannte Muster werden durchbrochen, und die Figur findet einen Ort, an dem sie sich wirklich zu Hause fühlt.

Natascha: Genau. Die Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Und mit so einem Trope kannst du kurz und präzise auf die Themen anspielen, die in deinem Buch wichtig sind.

Schublade oder Treffer ins Herz?

Hanna: Dabei hilft es ungemein zu wissen, wo du dein Buch einreihen würdest. Erst mal im Genre, aber auch: für Fans von wem? Wenn du weißt, wie über vergleichbare Titel gesprochen wird und welche Sprache diese Leser:innen nutzen, weißt du auch, wie du sie erreichst. Wenn eine Gruppe mit Found Family oder Fish out of Water nichts anfangen kann, hilft der beste Trope nicht bei der Vermarktung. Es hängt immer an der Wunschperson. Und die ist nicht „Ich wünsche mir, dass das jemand auf TikTok liest“. Es geht darum, was realistisch ist: Was liest diese Person sonst noch, was erwartet sie, wie spricht sie über Bücher?

Natascha: Das raten wir in der Romanschule auch oft: Schaut euch die Verlage an, die Bücher in eurem Genre verlegen. Wie sehen deren Buchbeschreibungen aus? Womit werben sie für Bücher, die ähnliche Themen besprechen? Verlage wissen, welche Leser:innen sie anziehen wollen und wie. Schaut euch diese Werbesprache an, auch bei Thalia oder Amazon, und bekommt ein Gefühl dafür.

Hanna: Und weil im Chat gerade das Wort Schubladen fiel: Nur weil du weißt, wie über vergleichbare Titel gesprochen wird, musst du dich nicht darauf beschränken. Wenn ich eine Person direkt anspreche, schließe ich andere nicht aus. Das bekannteste Beispiel ist Harry Potter: Das Buch war für elfjährige Jungs gedacht und wurde deswegen von vielen Verlagen abgelehnt. Viel zu kleine Zielgruppe, die sind ja nächstes Jahr schon zwölf. Das Gegenteil trat ein: Diese Gruppe hat das Buch so geliebt, dass sie es überall weiterempfohlen hat. Die Person, die am dichtesten an deiner Wunschperson dran ist, triffst du mitten ins Herz. Und der ganze Beifang drumherum, der ein paar Sachen gut findet? Den schließt du nicht aus.

Natascha: Ich glaube, in „Fourth Wing“ von Rebecca Yarros werden in den ersten zwei, drei Kapiteln zwölf Tropes angesprochen. Sie hatte sicher eine Lieblingsleserin im Kopf und hat nie geglaubt, dass das so groß wird. Ich bin normalerweise kein Fan von gehypten Büchern, aber das ist handwerklich brillant gemacht. Deine Zielleser:innen zu kennen und sagen zu können „Ich habe genau das, was dir gefällt“, hat für mich nichts mit Schublade zu tun.

Ich muss selbst ab und zu überlegen: Worum geht es eigentlich in meinem Buch? Dann hat man 25.000 Szenen und kann es nicht auf den Punkt bringen. Da helfen Tropes. Es erscheinen wahnsinnig viele Bücher. Und Leser:innen sind dankbar für kleine Hilfestellungen, damit sie wissen: Das ist genau das, was ich in dieser Lebensphase, dieser Jahreszeit oder dieser Krise lesen möchte.

Hanna: Es gibt diesen Satz, der klingt wie eine Binsenweisheit: Wer alle anspricht, spricht niemanden an. Stell dir vor, du gehst durch eine Straße und sagst „Hallo“ in die Menge. Die Leute gehen weiter. Sagst du aber „Hey, dich kenne ich, hallo Nachbar!“, ist das etwas völlig anderes.

Interview, Teil 3: Vom Schreiben ins Loslassen

Mehrere Perspektivfiguren: Wie bleibe ich in der richtigen?

Hanna: Eine Frage aus der Runde: Bisher hat eine Teilnehmerin immer aus einer Sicht geschrieben, jetzt hat sie vier Perspektivfiguren. Gibt es Tipps, wie man sich immer wieder in eine neue Person hineindenkt?

Natascha: Schau dir jede einzelne Figur ganz genau an und lerne sie kennen, mit ihrem Want, ihrem Need, ihren Gedanken. Auch bei vier Perspektivfiguren wirst du eine Hauptfigur haben, die den meisten Raum einnimmt. Für die Leser:innen ist sehr oft die Figur die Hauptfigur, die die erste Szene oder das erste Kapitel bekommt. Egal, ob du das so geplant hast.

Wenn du geplant hast, kannst du alle Szenen von Figur A getrennt von den anderen runterschreiben, um in dieser Perspektive zu bleiben. Du wirst danach Anpassungen machen müssen, weil das Ganze eine Einheit werden muss. Aber ich kenne Autor:innen, die genau so arbeiten, damit sie nicht ständig wechseln müssen. Denn beim Wechseln rutscht man schnell in Sätze, die eher Figur B gesagt hätte.

Und auch wenn Informationen zwischen den Figuren fließen: Eine Szene in einer Perspektive ist eingefärbt durch die Sichtweise dieser Perspektivfigur. Da würde ich eher in der Figur bleiben, als ständig hin und her zu springen.

Ein Trick, den ich selbst schon ausprobiert habe: Überleg dir für jede Figur eine Kleinigkeit, die zu ihr passt. Figur A trägt immer einen Schal? Dann trägst du ihn, wenn du ihre Szenen schreibst. Für Figur D steht immer ein Earl Grey neben dir oder eine bestimmte Kerze brennt. Das klingt erst mal kurios, kann aber sehr gut funktionieren, auch mit bestimmter Musik. Im ersten Entwurf wird trotzdem nicht alles stimmig sein. Dafür machen wir sieben, neun, zehn Bearbeitungsschritte.

Hanna: Hilft es, sich vorher die Sprache zu überlegen? Im besten Fall redet ja jede Perspektivfigur anders, so wie wir Menschen auch.

Natascha: Sehr guter Gedanke. Häng dir kleine Marker an die Pinnwand oder neben den Computer: Figur A macht immer lange Sätze. Figur B hat zwei Flüche, die nur sie benutzt. Figur C spricht Sätze nie zu Ende. Gerade in Dialogen erkennen Leser:innen so schnell, wer spricht. Und schreib dir auf, was funktioniert hat. Beim nächsten Buch erinnerst du dich vielleicht nicht mehr und willst nachschauen.

In der Rohfassung darf alles rein

Hanna: Gerade in der Rohfassung: Keine Angst, dass es plakativ oder comichaft wirkt. Lieber erst mal übertrieben, das kannst du in der Überarbeitung dezenter machen. Mein Sohn sagt ständig „What the Fucker“. Wenn das in der Rohfassung in jedem zweiten Satz steht, dann ist das eben so. Später reichen vielleicht zwei, drei Mal.

Natascha: Genau. Viele versuchen, den ersten Entwurf so gut wie möglich zu schreiben. Das ist völlig in Ordnung, behindert aber oft. Du schreibst einen Satz und weißt genau: Der ist echt schlecht. Aber wenn ich noch zwei Tage in dem Satz sitze, wird er nicht besser. Gib deinem Gehirn die Entlastung und schreib eine Anmerkung dazu, ob in Word oder Papyrus: „Das ist nicht gut.“ Dann weiß der Perfektionist in dir: Sie hat es gemerkt, das ist ein Bearbeitungsschritt für später. Und du kannst weiterschreiben.

Wie komme ich nach einer Schreibpause wieder rein?

Hanna: Jede:r kennt Phasen, in denen man länger nicht geschrieben hat. Wie kommt man wieder in den Ton, in den Flow?

Natascha: Bei mir kommt meistens das doofe Marketing dazwischen. Die Planung von Band 2 liegt gerade wieder komplett.

Erst mal: Es ist völlig okay, sich Zeit zu nehmen oder zu sagen, ich komme im Moment nicht dazu. Das schlechte Gewissen hält einen oft noch mehr ab. Ich rate: Dreht nicht zurück, denkt vorwärts. Wenn ihr ein Planungsdokument habt oder zumindest Anfang, Mitte und Ende skizziert, wisst ihr, wo ihr steht. Dann beschäftigt euch zwei, drei Tage gedanklich mit der Geschichte. Wo habe ich die Figur hängen lassen? Steckt sie in einem Aufzug mit einem sehr übelriechenden Nachbarn fest?

Bekommt wieder Spaß am Weiterdenken. Das ist wie bei einer Serie: Am Sonntag geht sie weiter, und ich darf die nächste Folge schauen. Genauso: Am Sonntag darf ich die nächste Szene schreiben. Wer mit schlechtem Gewissen an den Schreibtisch kommt („Ich sollte längst weiter sein“), hat keine gute Laune. Findet die Lust auf die Geschichte wieder, das Warum, mit dem ihr angefangen habt. Legt ein bisschen Holz nach, pustet in die Glut.

Danach nehmt euch den Kalender vor: Wie sieht mein Alltag jetzt aus? Nach drei Wochen Urlaub, in denen ich jeden Tag geschrieben habe, sind die Kinder wieder in der Schule. Wie kann ich trotzdem Regelmäßigkeit reinbringen? Immer am Wochenende, jeden Morgen eine halbe Stunde? Tragt euch diese Schreibfenster in den Kalender ein, auch in den Familienkalender.

Kann man ein Buch diktieren?

Hanna: Im Urlaub bekomme ich meine Ruhe meistens, indem ich sage: Ich gehe spazieren. Was hältst du von Diktierprogrammen? Kann man Schreiben diktieren?

Natascha: Für mich klappt es nicht, für sehr viele aber schon. Für mich ist das ein anderer Denkprozess. Was ich mache: Ideen und Dialogsätze aufsprechen. Zum Beispiel, wenn im Supermarkt zwei Männer vor mir einen tollen Satz sagen, bevor ich ihn vergesse. Ich habe sogar einen kleinen Workshop gemacht, weil das so toll klang: immer schreiben können, auch beim Hundespaziergang. Es ging bei mir nicht, und das war okay. Aber ich habe es ausprobiert. Probiert es aus, vielleicht ist es genau euer Ding.

Natascha: Und zu Sätzen, die man festhalten möchte: Bei mir war es mal ein Songtitel, der mich zu einer ganzen Geschichte inspiriert hat. Auch ein Satz kann eine ganze Figur hervorbringen. Stell dir die Figur vor, die diesen Satz in irgendeiner Situation sagen würde.

Intervalltraining statt Marathon

Hanna: Ich hatte irgendwann die Nase voll davon zu hören: Schreiben ist ein Marathon, Marketing ist ein Marathon. Leute, die für einen Marathon trainieren, laufen im Training keinen Marathon. Und nach dem Marathon krebsen sie herum. Ich würde sagen: Es ist Intervalltraining. Es gibt Sprints, lockeres Auslaufen, Phasen, in denen du schneller wirst, und Pausen. So sollte man Schreiben und Marketing sehen, damit der Druck ein bisschen nachlässt.

Natascha: Deshalb finde ich es so wichtig, sich die Freude immer wieder zurückzuholen. Ich gehe auch nicht jeden Tag freudestrahlend an den Schreibtisch. Wenn dir die Geschichte plötzlich fahl vorkommt, frag nach und hör in dich rein. Oft ist es etwas ganz anderes.

Eine meiner Coachees hat ein Interview gehört, in dem eine Autorin sagte, Bücher in der Ich-Perspektive wolle keiner mehr lesen. Meine Coachee schrieb gerade genau so ein Buch. Sie hat das unbewusst gespeichert und in den Wochen danach immer weniger Lust gehabt weiterzuschreiben. Dann haben wir gemeinsam überlegt, woher das kam. Diese Autorin kennt nicht alle Verlage und alle Leser:innen.

Frag dich also: Brauche ich einen Club oder ein Team, das mir sagt „Komm, du schaffst das“? Oder brauche ich eine Pause? Eine Woche nicht am Buch, dafür fünf andere Dinge, die meine kreativen Speicher wieder auffüllen? Das gilt für mich auch beim Marketing. Wenn ich keine Lust darauf habe, frage ich mich, woher das kommt.

Ist ein Buch jemals fertig?

Hanna: Ist ein Buch jemals wirklich fertig?

Natascha: Für mich schon. Wenn mein Buch in Leser:innenhänden liegt, ist es für mich Geschichte. Ich schreibe eine Reihe, meine Figuren leben also weiter, weil ich schon an den nächsten Band denke. Perfekt ist ein Buch nie. Sonst hätten auch Harry Potter oder Der Herr der Ringe keine schlechten Bewertungen. Haben sie aber.

Hanna: Wann weißt du, dass es bereit ist für Leser:innenhände?

Natascha: Schon für die erste Planung hole ich mir zwei sehr geschätzte Schreibcoach-Kolleg:innen dazu. Wenn sie sagen „Das geht in die richtige Richtung, schreib los“, schreibe ich den ersten Entwurf. Dann überarbeite ich, überarbeite nochmal, und die beiden lesen das Manuskript. Dann gehe ich nochmal ran, und danach bekommt es meine Lektorin, mit zwei Runden. Außerdem habe ich mit einem Spirit Talker der Blackfoot zusammengearbeitet. Wenn das alles durch ist, ist es für mich fertig. Auch wenn ich weiß, dass Leser:innen noch ein paar Fehlerchen finden werden. Die Geschichte ist dann so gut, wie ich sie in diesem Moment schreiben kann.

Loslassen: Dein Buch muss nicht allen gefallen

Hanna: Da steckt bestimmt viel Erfahrung drin. Hast du einen Trick, um zu sagen: Jetzt ist gut?

Natascha: Das ist schwierig, weil es für jede:n unterschiedlich ist. Ich lese keine Bewertungen und Rezensionen. Ab und zu sehe ich meine Amazon-Sternchen, aber das berührt mich nicht. Was mich berührt, sind positive persönliche E-Mails. Die schönsten hänge ich mir an die Pinnwand, und die treiben mich an.

Ich schreibe nicht für jede:n. Es wird Menschen geben, die mein Buch richtig gut finden. Ich schreibe es meinetwegen für die eine Person, der ich den Tag rette, der ich ein Lächeln ins Gesicht zaubere, die am Ende Tränen in den Augen hat. Zu akzeptieren, dass ein Buch nicht jedem gefallen muss, ist ein riesiger Schritt, um es loszulassen. Mit dem Wissen: Manche finden es total bescheuert. Das tut schon im Gedanken weh.

Hanna: Vielleicht muss man sich auch da fragen: Wieso habe ich keine Lust, dieses Buch zu veröffentlichen? Solange du es für dich behältst, ist es sicher. Es gibt ja diese schöne Metapher vom Buchbaby. Manchmal neun Monate, manchmal sind es Elefantenbabys. Du trägst es aus, bringst es zur Welt, pflegst es. Das Lektorat ist vielleicht Kita und Schule. Aber irgendwann entlässt du es in die Welt. Zu sehr zu klammern, tut weder dem Buch noch dir gut. Das erfordert Mut, und den kann dir niemand abnehmen.

Natascha: Wollt ihr von allen Menschen da draußen geliebt werden? Mir ist es bei vielen Menschen nicht so wichtig, bei manchen schon. Wenn ihr euer erstes Buch in die Welt gebracht habt, bekommt ihr vielleicht nur zwei, drei Superfans. Die lesen alles von euch und antworten auf jeden Newsletter. Das sind nur zwei Leute, aber für die schreibe ich das nächste Buch. Nicht für die 400 oder 4.000, die das Buch nie sehen werden. Dafür müsst ihr den Mut haben, es aus den Händen zu geben. Und es hilft, sich vorher darauf einzustellen: Es wird Leser:innen geben, die dein Buch schlecht finden, einfach weil sie einen schlechten Tag hatten.

Und wenn an der Kritik doch was dran ist?

Hanna: Die andere Seite der Medaille: Wann weißt du, dass an negativen Kommentaren vielleicht doch etwas dran ist?

Natascha: Ich schaue mir durchaus an, was Leser:innen gut gefallen hat, und auch die schlechteren Bewertungen. Konnten sie die Entscheidungen der Hauptfigur nachvollziehen? Wenn nicht, überlege ich: Was kann ich mit den neuen Figuren besser machen? Wichtig ist, schlechte Rezensionen nicht persönlich zu nehmen. Das ist nicht gegen dich gerichtet. Trotzdem konnten die Leser:innen etwas in diesem Buch nicht nachvollziehen. Vielleicht aus ihrem Weltbild heraus, vielleicht hast du sie mit den Entscheidungen der Figur nicht gut genug mitgenommen. Oder jemand schreibt: Man hat gemerkt, dass die Autorin am Ende einfach fertig werden wollte. Auch das ist ein Gedanke, den man ins nächste Buch mitnehmen kann.

Hanna: Da muss ich mich gerade anstrengen, keine Pferde-Pointe zu machen. Da sind dir wohl zum Schluss die Pferde davongaloppiert.

Frage aus der Runde: Lohnt sich eine Neuauflage?

Teilnehmerin: Ich habe eine Trilogie ohne viel Vorwissen geschrieben. Die Printrechte liegen beim Verlag, die digitalen Rechte habe ich zurückbekommen. Heute sehe ich Anfängerfehler, zum Beispiel eine Figur, die ich nie aufgelöst habe. Ich würde die Geschichten gern überarbeiten und als E-Book-Gesamtausgabe herausbringen. Meine Coachin fragte: Warum schreibst du nicht was Neues? Aber ich habe das Gefühl, da steckt noch was drin.

Natascha: Wenn es dir Spaß macht und du siehst, dass in den Geschichten noch mehr steckt: auf jeden Fall. Dann ist es ein echter Re-Release. Schau auch, ob das Cover noch passt. Das Cover ist der Fuß in der Tür zu deinen Leser:innen. Eine Kollegin, die auch meinen Buchsatz macht, hat ihre Familienromanreihe mit neuen Covern neu aufgelegt und ein älteres Buch überarbeitet, in dem noch kein Handy vorkam. Die Bücher verkaufen sich deutlich besser, weil sie die Zielgruppe mit ihrem heutigen Wissen besser anspricht. Und gib Leser:innen, die die alte Version kennen, einen Hinweis, dass es eine überarbeitete Neuauflage ist.

Hanna: Und so eine Neuauflage ist ein Anlass, den du feiern und erklären kannst und auf den du hinarbeitest. Solche natürlichen Anlässe kommen im Marketing gar nicht so oft vor. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich übrigens vier Veröffentlichungen daraus machen: alle drei Bände einzeln und dazu die Gesamtausgabe. So sprichst du mehrere Leute gezielter an. Aber klär vorher rechtlich, was möglich ist, zum Beispiel ob du dieselben Titel verwenden darfst.

Hanna: Danke, dass das geklappt hat, Natascha! Wir sind die Kooperation mit der Romanschule eingegangen, weil Schreiben und Buchmarketing zusammengehören. Und weil ich finde, dass du unsere Werte mitvertrittst. Werte müssen zusammenpassen. Wo findet man dich?

Natascha: Schaut gern auf unserer Website vorbei. Wir haben unseren Selbstlernkurs und unser Schreibcafé, unseren monatlichen Schreibclub. Da gibt es Schreibwerkstätten, Masterclasses, gemeinsames Schreiben und viele andere Aktionen. Ihr könnt euch das auch nur einen Monat anschauen und dann entscheiden. Ganz neu sind unsere Coaching-Pakete als Dreier-, Fünfer- oder Zehnerpaket, die euch wieder in Schwung bringen oder im Schwung halten. Ratenzahlung ist bei allen Produkten möglich. Wir verkaufen euch keine Katze im Sack, und wir sind auch nicht die Romanschule für jede:n. Aber es ist schön, ein wenig Begleitung zu haben in der einsamen Zeit am Schreibtisch.

Hanna: Ich hoffe, du musst jetzt nicht so einsam am Schreibtisch bleiben. Du sitzt ja gerade im Café.

Natascha: Einen Tag weg von der Ranch. Jetzt sammle ich meine Hunde wieder ein, dann geht es nach Hause und wieder an den Schreibtisch.


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Und jetzt du: Hat dir das Gespräch was gebracht? Sollen wir Natascha nochmal einladen?

Schreib mir, welche Frage bei dir noch offen ist. 


Und dein Buchmarketing?

Im Interview ging es auch um die Parallele zum Buchmarketing. Wenn du dort weitermachen willst: In „Plotte deinen Pfad“ heißt Modul 3 „Deine Leser:innen verstehen“.

→ Mehr zu Plotte deinen Pfad

Weiterlesen

→ Deep Romance: Was ist das Genre?
→ Show don’t tell und andere Schreibregeln, die ihr Versprechen nicht halten