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Wenn du an „Branding“ denkst, siehst du dann sofort das goldene M einer bestimmten Fast-Food-Kette vor dir? Oder den angebissenen Apfel einer Technikmarke? Hinter so einem Logo steht eine Firma. Hinter deiner Marke stehst du.

Deine Autor:innenmarke ist das Gefühl, das Leser:innen bekommen, wenn sie deinen Namen hören. Sie ist das Versprechen, das du mit jedem Buch, jedem Post und jedem Newsletter gibst. Und ja: Du hast längst eine, ob du sie bewusst gestaltest oder nicht.

Kurz gesagt, falls du gerade zwischen zwei Terminen liest:

  • Deine Marke beginnt bei deinem Warum. Alles andere baut darauf auf.
  • Du hast zwei Stimmen: wie du schreibst und wie du über dein Schreiben sprichst.
  • Deine Marke wird an zehn Stellen sichtbar. Vor der Veröffentlichung brauchst du davon sechs.
  • Dein erster Schritt heute: Schreib in drei Sätzen auf, warum du dieses Buch schreibst. Eine Notiz im Handy reicht.

In diesem Artikel geht es um die Dinge, die zu deiner Marke gehören, und um die Reihenfolge, in der du sie angehst:

Inhalt

  1. Was ist Branding für Autor:innen?
  2. Schreibstimme und Autor:innenstimme: deine zwei Stimmen
  3. In welcher Reihenfolge du deine Marke aufbaust
  4. Wo deine Marke sichtbar wird: zehn Stellen
  5. Content Marketing für Autor:innen
  6. Deine Marke darf mitwachsen
  7. Dein nächster Schritt: „Wo beginnt gutes Buchmarketing?“ am 6. November

Was ist Branding für Autor:innen?

Oder anders gefragt: Was zum Henker ist eigentlich Branding? Logos und Farben sind der sichtbare Teil. Die Marke selbst steckt in den Werten, die du vertrittst, und in den Botschaften, die du sendest.

Jedes Buch hat eine Seele, einen Kern. Dieser Kern sollte sich in deinem ganzen Auftritt wiederfinden, wie die ständige Hintergrundmusik deiner Geschichten.

Zwei Dinge helfen dabei:

  • Einheitlichkeit. Ob Buchcover, Website oder Social-Media-Post: Menschen lieben Muster. Ein einheitlicher Auftritt gibt deinem Publikum ein vertrautes, gemütliches Gefühl.
  • Echtheit. Versuch nicht, jemand anderes zu sein. Eine Rolle neben dem Schreiben dauerhaft durchzuhalten kostet Kraft, die dir fürs Buch fehlt. Die Community, die du aufbaust, wird zum Spiegelbild deiner Marke. Hör also auf ihr Feedback.

Schreibstimme und Autor:innenstimme: deine zwei Stimmen

Im Marketing wird eine Sache oft übersehen, obwohl sie unglaublich viel bewirkt: deine Stimme. Genauer gesagt hast du zwei.

Deine Schreibstimme ist deine Persönlichkeit auf dem Papier: wie du Worte wählst, Sätze baust und Geschichten erzählst. Sie ist dein literarischer Fingerabdruck.

Deine Autor:innenstimme ist die Art, wie du über dich und deine Arbeit sprichst: auf deiner Website, in sozialen Medien, bei Lesungen. Sie zeigt deine Werte und hat viel mit deiner tatsächlichen Stimme zu tun.

Beide zusammen sind das Fundament deiner Marke. Eine Stimme, die nach dir klingt, zieht Leser:innen an, die sich mit dir und deinen Geschichten identifizieren.

So findest du sie:

  1. Experimentier. Schreib, wie du sprichst, probier verschiedene Stile aus, sei mutig.
  2. Sprich laut. Lies vor und üb, frei über dein Buch zu sprechen, statt deinen Pitch wie ein Gedicht auswendig zu lernen.
  3. Bleib dir treu. Lass Feedback zu und sei offen für Anpassungen. Der Kern bleibt deiner.
  4. Sei konsequent. Ob du schreibst oder sprichst: Deine beiden Stimmen sollten sich ergänzen und ein stimmiges Bild ergeben.

In welcher Reihenfolge du deine Marke aufbaust

Wer die Liste im nächsten Abschnitt sieht, könnte denken, es geht an zehn Stellen gleichzeitig los. Das musst du dir nicht antun. In unserem Kurs „Plotte deinen Pfad“ bauen wir die Marke in dieser Reihenfolge auf, und du kannst sie auch ohne Kurs nutzen:

  1. Dein Warum. Warum schreibst du dieses Buch, wo willst du hin, und was hilft dir dranzubleiben? (Modul 0)
  2. Wer du als Autor:in bist. Wofür du stehst und was deine Geschichten verbindet. (Modul 1)
  3. Dein einzigartiger Stil. Deine zwei Stimmen von oben. (Modul 2)
  4. Deine Leser:innen. Wer sie sind und was sie bei dir suchen. (Modul 3)
  5. Dein visuelles Erscheinungsbild. Cover, Farben, Foto. (Modul 4)
  6. Buchmarketing, das wirkt. Wo und wie du sichtbar wirst. (Modul 5)

Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Wenn du dein Warum kennst, entscheidest du schneller, wie deine Stimme klingen soll und welches Cover dazu passt.

Wo deine Marke sichtbar wird: zehn Stellen

Jedes Mal, wenn jemand deinen Namen hört, dein Buch in die Hand nimmt oder durch deine Profile scrollt, erzählst du eine Geschichte. Diese zehn Stellen gehören dazu. Das Warum steht ganz oben, weil es der Kern ist: Ein klares Warum hebt dich von anderen ab und schafft eine tiefe Verbindung zu deinen Leser:innen.

Vor der Veröffentlichung

  1. Dein Warum: warum du schreibst und was du mit deinen Geschichten erreichen willst.
  2. Autor:innenfoto und Bio: das Gesicht hinter den Worten.
  3. Website und Blog: dein digitales Zuhause, hier erfahren Leser:innen mehr über dich.
  4. Newsletter: der direkte Draht zu deinen Leser:innen.
  5. Social Media: was du postest und wie du es postest.
  6. Buchcover: oft der erste Kontakt mit deinem Buch. Es sollte Genre und Stimmung auf einen Blick zeigen.

Wenn dein Buch draußen ist

  1. Lesungen und Auftritte: wie du auftrittst, liest und mit Menschen sprichst.
  2. Andere Autor:innen: Kooperationen, gegenseitige Empfehlungen, Netzwerk.
  3. Umgang mit Kritik: ob du Anregungen aufnimmst und professionell reagierst.
  4. Merchandise: Lesezeichen, Tassen, Shirts. Fans unterstützen dich gern und werden dabei Teil der Geschichte.

Du musst nicht alle zehn gleichzeitig angehen. Die ersten sechs reichen für den Anfang, der Rest kommt mit deinem Buch.

Content Marketing für Autor:innen: dein Kapitel außerhalb des Buchdeckels

Du weißt, wie man eine Geschichte erzählt und Figuren lebendig macht. Genau diese Fähigkeiten kannst du auch im Marketing nutzen.

Content Marketing heißt: Du erstellst regelmäßig Inhalte, die für deine Leser:innen wertvoll sind, und baust darüber eine Beziehung auf. Stell es dir vor wie ein zusätzliches Kapitel deines Buches, das außerhalb des Buchdeckels existiert.

„Ich mach doch schon Content, ich schreibe Bücher!“ Stimmt. Dein Buch ist bereits ein starker Inhalt. Content Marketing erlaubt dir, Leser:innen schon vor dem nächsten Buch mitzunehmen, ihre Fragen zu beantworten und sie hinter die Kulissen deiner Geschichten schauen zu lassen.

Und weil du als Autor:in lange Texte kannst: Blogartikel, Podcasts oder Videoserien geben dir Raum, ein Thema gründlich zu behandeln. Wenn dir gerade die Zeit für regelmäßige Inhalte fehlt, fang mit einem einzigen Kanal an, den du durchhältst.

Für wen es passt und für wen eher nicht

Für wen es passt: für Indie-Autor:innen, die ihr Marketing selbst gestalten, und für Verlagsautor:innen, die ihre Marke stärken und eine treue Leser:innenschaft aufbauen wollen.

Für wen eher nicht: Wenn du sehr selten veröffentlichst, lieber anonym bleibst oder dich online sichtbar unwohl fühlst, gibt es vielleicht Wege, die besser zu dir passen. Welcher das ist, verrät dir unser Buchmarketing-Typen-Quiz.

Deine Marke darf mitwachsen

Deine Farben, Themen und Werte legst du einmal fest, und danach dürfen sie sich weiterentwickeln, genau wie du. Es ist okay, wenn du deinen Auftritt mit der Zeit anpasst.

Jede Autor:in hat eine Marke, auch ohne großes Budget. Zeit brauchst du trotzdem, und genau dafür ist die Reihenfolge da: Du machst immer nur den nächsten Schritt.

Dein nächster Schritt: „Wo beginnt gutes Buchmarketing?“ am 6. November

Wenn du deine Marke Schritt für Schritt aufbauen willst, setzt „Plotte deinen Pfad“ genau hier an, unser Selbstlernkurs für Romanautor:innen. Er folgt der Reihenfolge von oben. Den Kurs gibt es ab 6. November für 24,95 €.

Zum Auftakt gibt es Modul 0 als kostenlosen Live-Workshop: „Wo beginnt gutes Buchmarketing?“ am Freitag, 6. November, um 10 Uhr, per Zoom, etwa 90 Minuten. Im Mittelpunkt steht, wie du an deinem Buchmarketing dranbleibst, und du arbeitest direkt mit. Hanna, Jessi und Melissa sind alle drei dabei.

Freitagvormittag arbeitest du? Melde dich trotzdem an. Statt einer Aufzeichnung bekommen alle Angemeldeten danach Modul 0 aus dem Kurs.

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